Führungs-Trio bestätigt

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Neuwahlen beim Dramatischen Ensemble (DE) zu Vorstand und Beirat, von links: Rike Gassmann, Maxi Katharina Höhn (DE-Beiratsvorsitzende), Ulrich Klieber (DE-Vorsitzender), Christian Schneid, Oliver Böckh, Gerhard Munk (DE-Vorsitzender), Michael Eßmann, Xaver Neureiter, Marcus Prügel, Laura Llorada, Ingeborg Rödel-Klieber  (Foto: Steffen Höhn)

 

Das Dramatische Ensemble (DE) hat seine Vereinsgremien neu gewählt. Im Vorstand bleibt mit der Wiederwahl der beiden Vorsitzenden Ulrich Klieber und Gerhard Munk sowie Maxi Katharina Höhn als Beiratsvorsitzende die Kontinuität erhalten. Laura Llorada und Oliver Böckh sind neu im DE-Beirat, dem wie bisher auch Marcus Prügel, Ingeborg Rödel-Klieber, Christian Schneid, Xaver Neureiter, Michael Eßmann und Rike Gassmann angehören.

Ihren Rückblick warfen die Vorstände zunächst auf den Herbst 2021. Nachdem der zweite theaterfreie November gedroht hatte, entschlossen sich die Theatermacher, mit „Engel auf Erden – eine Diva kehrt zurück“ eine Inszenierung mit kleiner Besetzung zu präsentieren. Als Hollywood-Ikone Marlene Dietrich brillierte Clarissa Hopfensitz, die von Marcus Prügel kongenial am Flügel begleitet wurde. Trotz Einschränkungen war das Publikum spürbar dankbar und erleichtert, endlich wieder Kultur live erleben zu können.

Seit 29 Jahren, nunmehr zum elften Mal war das DE beim Nördlinger Stadtmauerfest dabei. Auf der Bühne vor der St. Georgs-Kirche unterhielt das DE das Publikum mit Schelmuffskys Abenteuergeschichten sowie mit dem Kinder-Theaterstück „Die Geschichte vom Grafen und der Sau“. Selbstverständlich kam beim Festumzug auch der legendäre Thespiskarren mit dem bewährten Zugpersonal zum Einsatz.

Seit dem Erfolgsmusical SOxellSO vor drei Jahren hatte das DE keine große Theaterproduktion realisiert. Trotz der langen Pause war im DE erstaunlicherweise keine Spur von Vereinsmüdigkeit wahrnehmbar. Große Bühnenlust, ungebremste Spielfreude und der Spaß am Zusammenwirken waren Grundlage für einen mitreißenden DE-Neustart. Maßgeblichen Anteil daran hatte Regisseur Michael Eßmann. Für viele war die von Eßmann ausgesuchte Sagen-Persiflage „Das Ding der Nibelungen“ das richtige Stück zur richtigen Zeit. Er schaffte es, nicht nur das DE auf und hinter der Bühne zu begeistern, sondern auch das Publikum bei drei Vorstellungen im Nördlinger Stadtsaal Klösterle.

Für welches DE-Theaterprojekt im diesjährigen November sich das DE entscheidet, wird in Kürze bekannt gegeben.

 

 

Die Nibelungen Danken

 

Liebe DE-Fans,

 

aus Gründen der Nachhaltigkeit haben wir uns dieses Jahr entschlossen, das Programmheft nur digital zu produzieren. Wir wünschen viel Spaß beim Lesen!

 

Hier geht's zu unserem Programmheft ...

 

 

 

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Im November kann die Heldenkomödie "Das Ding der Nibelungen" auf der Bühne im Stadtsaal Klösterle besucht werden. Dargeboten wird die Vorstellung vom Dramatischen Ensemble Nördlingen.

Das Dramatische Ensemble (DE) startet mit den Proben für die diesjährige Novemberproduktion. Von 18. bis 20. November bringt das Ensemble die Heldenkomödie "Das Ding der Nibelungen" von Ingo Sax auf die Bühne im Nördlinger Stadtsaal Klösterle.

Michael Eßmann führt Regie beim Stück um Siegfried, Brunhild, Drachen, Zwerge und Co., das sich ironisch an die Nibelungensage anlehnt. "Da sind sie also alle wieder, die alten Helden der germanischen Sage – aber in der Bearbeitung von Ingo Sax haben sie eine ganz neue Gestalt angenommen", sagt Eßmann, der bereits bei zahlreichen DE-Produktionen wie Goetz!, Amphytrion, Oskar oder Don Quijote die Spielleitung innehatte.

 

De spielt Nibelungen

 

Lockere Persiflage zur Nibelungensage

"Zwar verfolgen wir die Geschichte, wie sie bekannt und überliefert ist", so der Regisseur: "Held Siegfried wird ein Opfer seiner Naivität und der höfischen Intrigen zu Worms, und Hagen von Tronjes Speer durchbohrt Siegfrieds Brust auch hier an seiner einzig verwundbaren Stelle. Aber das große Spektakel ist voller Ironie, Komik und Anspielungen: Da ist Held Siegfried, ein Trottel mit schwacher Blase. Der böse Hagen wird zum einzig Vernünftigen am Wormser Hof, Heldin Brunhild wird zum männerverachtenden Superweib und Kriemhild ist ein oberflächliches, sich ganz ihrer Wirkung hingebendes Dummchen. Es passiert viel in dieser lockeren Persiflage, die vor allem unterhalten und amüsieren will aber ein Leckerbissen für jeden Bildungsbürger ist. Für das DE die Gelegenheit nach zwei Jahren Abstinenz in voller Besetzung Bühne und Publikum zurück zu erobern und alle Register zu ziehen." Der Hamburger Autor Ingo Sax (1940-2019) schrieb vor allem Stücke in plattdeutscher Mundart und Märchenbearbeitungen.